Leuchtender Gasometer

Berlin ist ja nur ein Dorf und Rom eine Weltstadt. Eine unserer Aktiven hat ein Foto aus Rom mitgebracht.

Gasometer in Rom bei der "weißen Nacht" 2006

Gasometer in Rom bei der

…., würde gerne meinungen dazu hören.
Das ist ein Gasometer in Rom, der anlässlich der la notte bianca 2006 (die
weiße nacht) mit Licht bespielt wurde. im wechsel wurden seine
unterschiedlichen Gerüststrukturen betont.

Kommentare sind also erwünscht.

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Seit gestern wird zurückgebaggert

… und mehr als 1000 Sattelschlepper mit kontaminiertem Boden von der Nordspitze werden über die Schöneberger Insel und die Torgauer Straße das Gasag-Gelände verlassen. Bauschild und Boden sehen so aus:

Bauschild und Aushub vom 08.12.2008

Bauschild und Aushub vom 08.12.2008

Falsch ist übrigens die immer wieder zu lesende Behauptung, hier wäre ein gönnerhafter Investor oder Projektentwickler ursächlich. Die Aktivitäten des Projektentwicklers haben diese Aktivitäten eher verzögert.

Tatsächlich war nach Auskunft des Bezirksverordneten Ralf Kühne (Grüne) bereits im Jahr 2006 unter der damaligen Stadträtin Dr. Elisabeth Ziemer (Grüne) ein Vertrag zwischen Gasag und Bezirk unterschriftsreif, wonach die „Nordspitze“ zwischen Gasometer und S-Bahnhof Julius-Leber Brücke von der Gasag kostenfrei (!) auf den Bezirk übertragen werden sollte. Für die Sanierung sollen Mittel aus dem Programm Stadtumbau West bereit gestanden haben. Diese Planung lief den Interessen des Projektentwicklers zuwider, der dort lieber größer bauen wollte. Es kamen Neuwahlen und mit Bernd Krömer ein anderer Stadtrat. Und jetzt bekommt der Bezirk ein wesentlich kleineres Grundstück „Nordspitze“ und darf (so die Auskunft des Bezirksamts im letzten Ausschuss für Stadtplanung) noch die Sanierung mit bezahlen.

Ed Koch träumte von Baggern

Unter dem etwas verschwiemelten Titel „Wenn Träume beginnen, wahr zu werden“ berichtet der laut Impressum Jugend- und kommunalpolitische Pressedienst Berlin Paperpress über Spatenstiche für eine Altlastensanierung, die Baurechtler auch schon als baurechtswidrigen Beginn von Bauaktivitäten ohne Genehmigung einzuordnen versucht haben.

Nach einem längeren inhaltsarmen Vorspann (Projektentwickler Müller hörte in den 70ern den Gasometer knirschen und Bürgermeister Band selbst legt Hand an den Bagger) wird dann aus der durch unseren Pressesprecher Jörn Dargel verfassten Pressemitteilung zitiert. Kommentiert vom Pressesprecher der Euref, welcher sich zu einer Unmenge launiger Anmerkungen in herbei lässt.

Aus den Kommentaren ergibt sich auch, wie dünn das Eis ist, auf dem sich die Pressearbeit der EUREF bewegt.

keine Verhandlungen eines künftigen Trägers zur Einlei-tung des förmlichen Verfahrens bei der Senatsverwaltung für Wissenschaft und Forschung, die für die Anerkennung der Abschlüsse jeder Hochschule erforderlich ist. Kommentar: „doch – die gGmbH ist gegründet“

Solche Verlautbarungen zeigen in meinen Augen wenig Verständnis der Zusammenhänge einer Universitätsgründung: Die GmbH ist gegründet aber die Wissenschaftsverwaltung weiß weiterhin von nichts.

Schwer verständlich auch das Fazit dieses Beitrags: Die BI Gasometer solle sich zu einem ungestörten Dialog mit dem Projektentwickler („ohne Presse“) einfinden und überhaupt seien nur 6 Leute bei der EUREF-Häppchenparty gewesen.

Was eine glatte Lüge ist: Es waren bei unserer kleinen Aktion je nach Uhrzeit 12 – 20 Menschen versammelt, jedenfalls mehr als „ca. 6 Personen“. Und den Dialog mit Projektentwickler und ihren beruflichen Wünschen pflegt die BI Gasometer bisher und zukünftig in der dafür vorgesehenen Form, nämlich durch Bürgerbeteiligung sowie Anregungen und Einwände im Planungsverfahren. So wie das Baugesetzbuch das vorsieht. Denn mit dem Projektentwickler im Hinterzimmer Dinge zu besprechen – das ist nicht unser Stil. Und ob 160.000 m² Stahlbeton Schöneberg gut tun – das lassen wir auch besser die Fachleute entscheiden.