Geothermie am Gasometer?

Gefahr durch Tiefenbohrungen am Gasometer?

Geothermie-Anlage Island (Quelle: Wikipedia)

Geothermie-Anlage Island (Quelle: Wikipedia)

Immer wieder geistern Meldungen durch die Presse, am Gasometer würden Tiefenbohrungen zur Gewinnung von Erdwärme (Geothermie) stattfinden oder geplant sein.

Das Bezirksamt gibt sich hierzu, wie zuletzt in einer Antwort auf eine Große Anfrage der Fraktion die Linke in der BVV, wenig auskunftsfreudig. Dies beunruhigt viele Anwohner und die BI Gasometer bekommt bei Ständen immer wieder die Frage gestellt:

Kommt es jetzt am Gasometer zu Tiefenbohrungen und könnten dadurch die umliegenden Häuser beschädigt werden?

Die Antwort auf diese Frage ist: Vielleicht, das können wir heute nicht wissen!

In der Tat wurde der GASAG eine bergrechtliche Genehmigung zur Ausbeutung von Geothermie mittels Tiefenbohrungen erteilt. Die Genehmigung, an der das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg nach eigenen Angaben nur im Rahmen der Behördenbeteiligung mitgewirkt hat, umfasst ein Gebiet von 63 Quadratkilometern mit dem Zentrum auf dem Gelände des ehemaligen Flughafen Tempelhof.1

Dies bedeutet nach Auskunft des BA Tempelhof-Schöneberg jedoch nicht, dass für das Gasometer-Gelände oder andere Punkte auf diesem sehr großen Areal bereits eine Bohrgenehmigung erteilt wurde. Dies ist Bestandteil eines späteren Genehmigungsverfahrens.2

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  1. Antwort Bezirksstadtrat Schworck (SPD) Drucksache Nr. 1448 zu Frage 2 

  2. ebenda 

Transparenz

Park auf der Nordspitze, Blick nach SüdenDie Antwort des Bezirksamts zu den Kosten der Sanierung der Nordspitze des alten Gaswerks Schöneberg und des dort neu angelegten Parks schafft keine Transparenz.

Im Duden wird das Fremdwort eindeutig definiert, es kann einerseits „Durchsichtigkeit“ und „Lichtdurchlässigkeit“ bedeuten und andererseits „Deutlichkeit“ und „Verstehbarkeit“. Was das Bezirksamt derzeit in einer Mitteilung zur Kenntnisnahme (2010-04-27 KA Transparenz) an die BVV beabsichtigt, ist einerseits leicht zu durchschauen, weil durchsichtig, da es andererseits an Deutlichkeit eindeutig mangelt. Das war aber nicht der Sinn der Übung:
Der Antrag der Grünen lautete, die „Finanzierung der GASAG-Nordspitze“ als öffentliche Grünfläche transparent darstellen“.
Statt entsprechend des Antrages mit den tatsächlichen Ausgaben für die Sanierung der besagten Fläche aufzuwarten, werden in der Antwort des Bezirksamts alte Kostenvoranschläge zitiert, die vermutlich zu hoch beziffert waren. Durchsichtigkeit Fehlanzeige.

Bereits im letzten September hat die Bürgerinitiative auf die hoch problematische Verschiebung eines Grundstücks an einen Projektentwickler hingewiesen und die fehlende Abrechnung eben dieses Unternehmers bei der Sanierung der Nordspitze. Weiterlesen

Gute Autos – böse Autos

E-Mobilität als Aufhänger

Alle Elektroautos sind grün?Am Schöneberger Gasometer soll jetzt geforscht werden. E-Mobilität heißt das Thema. Partys im Gasometer-Zelt und erste Abrissarbeiten am „Messelbau“ markieren sichtbar und hörbar den Start. Auch bei der Eröffnung des Parks auf dem Flughafen Tempelhof wimmelte es von Elektrofahrzeugen, wie dem grünen Modell auf unserem Bild.

Was da auf dem vormaligen Gaswerksgelände geforscht werden soll, bleibt aber wolkig:

„Formen des Flottenbetriebs, der Ladeinfrastrukturen und IT-Schnittstellen sollen hinsichtlich Nutzerverhalten und Anwenderfreundlichkeit getestet werden. Daraus sollen Erkenntnisse abgeleitet und in marktfähige Mobilitätsangebote überführt werden.“ (Quelle)

Uns von der BI interessiert an dem Modethema Elektromobilität vor allem eins: Weiterlesen

Glückliches Schöneberg

Wie dumm darf sich eine Stadtverwaltung anstellen, bevor es kriminell wird?

BlaumilchkanalDer Spiegel berichtet in Heft 15/2010 über einen Bauskandal in Bonn, der die Stadt und viele Handwerksbetriebe ruinieren kann . Die Bonner Politiker und nun vor allem die Bürger sind dort Opfer eines „Märchenmannes“ und ihres eigenen Größenwahns geworden.

Ein Mann von außerhalb kam, verkündete große Baupläne zu einem World Conference Centrum Bonn (WCCB) , versprach, dass die Stadt keinen Pfennig dafür geben muss, nahm selbst viel Geld mit und verließ danach die Stadt. Er hinterlässt nun Schulden, ein halbfertiges Gebäude und einen politischen Skandal mitten im Wahlkampf. Bonn liegt schließlich in NRW.

Aber auch die Staatsanwaltschaft Bonn ermittelt jetzt gegen Stadtpolitiker bis hin zur Ex-Oberbürgermeisterin. Der Spiegel fragt deshalb:

Wie dumm darf sich eine Stadtverwaltung anstellen, bevor es kriminell wird?

Die Masche ist einfach

Der Investor überzeugte die Bonner mit einem irgendwie bekannten Namen (Hyundai), hat aber nichts mit dem gleichlautenden Konzern zu tun. Die Bonner verzichteten aber wegen des Namens auf jegliche Bonitätsprüfung.

Der Investor kam gemeinsam mit gut beleumundeten Architekten und Anwälten. Diese wechselten nach Abschluss der Verträge offiziell die Seiten und fingen bei Mr. Kim an.

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Lärm am Gasometer – Polizei kommt

Die Partymeister haben am Gasometer wieder zugeschlagen. Lärm bis in die Nacht und Soundcheck am Tag, da waren einige Anwohner sehr genervt und bei uns und dem Bezirksamt gingen die Beschwerden ein.

Das klingt dann etwa so:

als Anwohnerin der Cheruskerstraße möchte hiermit eine Lärmbelästigung anzeigen, die in der Nacht vom 29./30. April und vom 30.April/1. Mai von Musikveranstaltungen im Gasometer Weiterlesen