Festsetzung des B 7-29 noch in 2010?

Etwa ein Jahr nach Beschlussfassung über den umstrittenen Bebauungsplan 7-29 „Gasometer-Gelände“ warten die Anwohner immer noch auf Korrekturen und eine abschließende Befassung durch die Bezirksvertreter, damit erforderlichenfalls auch rechtliche Schritte gegen den Plan eingeleitet werden können.

Dazu teilt jetzt das Bezirksamt auf eine persönliche Anfrage eines Anwohners mit:

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Gasometer-Nightscreen erloschen

Der Schöneberger Gasometer verzichtet derzeit auf Lichtreklame – die vom Betreiber als „Nightscreen“ und von Anwohnern spöttisch als „Nightmare-Screen“ bezeichnete Lichtreklame an der zur Stadtautobahn blickenden südlichen Seite des Gasometers ist erloschen.

Bereits seit Wochen fragten sich die Anwohner, ob es nachts den Werbern zu hell geworden sei für ihre krude Mischung aus Eigenwerbung, Pro-Bono Geflimmer und kommerzieller Reklame. Jedenfalls bestätigte gestern unsere Nachbarin Sabine, dass der Nightscreen überhaupt nicht mehr in Betrieb ist. Sie muss es wissen, hatte doch die Lichtreklame zuvor nächtlich für unangenehm wechselnde Helligkeit in ihrem Schlafzimmer gesorgt.

Werbefreie Zone am Gasometer – es darf bezweifelt werden, ob dafür ästhetische Gründe ausschlaggebend waren. Was vor rund zwei Jahren mit breitem medialem TamTam begann, ist im Dunkel versunken. Weniger als zwei Jahre sind seit dem offiziellen Start der Leuchtreklame vergangen.

Nachtrag vom 20.07.2010: Es flimmert wieder!

Anwohnerprotest

Als kleine Nachlese von der Parkeröffnung hier noch zwei markante Bilder: Hier protestieren Anwohner gegen die Mittelverschwendung bei der Rodung des Cheruskerparks (Nord) und hier

fragt sich jemand, ob das Bezirksamt bei den Verhandlungen rund um die Nordspitze mehr fremde- als eigene Interessen wahrgenommen hat. Mehr dazu unter Nordspitze.

High Noon und Plan B

Der Glöckner hat schon alles gesagt: Es kam außer BI-Gasometer, Bezirksamt und vielen Mitarbeitern und Hilfskräften des Bezirksamts kaum jemand zur Eröffnung des Cheruskerparks Nordspitze.

Gähnende Leere, gleißende Sonne und die Anwohner des gegenüber vom Parkeingang liegenden Hauses (ein sehr BI-Aktives-Gebäude) hatten durch ein 10 Meter langes Transparent verdeutlicht, was von der überfallartigen Umgestaltung des „alten“ Cheruskerparks Nord zu halten ist.

Bereits am Eingang sammelten sich mehrere zwielichtige Gestalten mit großen Scheinen, um den Zusammenhang zwischen Geld und Park sinnfällig zu machen.

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Cheruskerpark Nord: Bier, Ballons und Clowns

Sehr kurzfristig hat das Bezirksamt eingeladen zur Eröffnung des Cheruskersparks (Nord) sowie der so genannten „Nordspitze“. Das ist ein schmal zulaufendes Dreieck nördlich des Gasometers, bei dessen Altlastensanierung und gärtnerischer Anlage das Bezirksamt nach unserer Ansicht sinn- und grundlos größere Summen Steuermittel vers(ch)enkt hat.

Am Samstag, dem 03.07.2010 um 14.00 Uhr werden bei vermutlich glühender Hitze Offizielle des Bezirksamts bemühen, der Öffentlichkeit die beiden neu gestalteten Flächen als Errungenschaften der Bezirkspolitiker zu präsentieren. Ob es dabei Bier, Ballons und Clowns zur Belustigung der bei der Planung und Gestaltung völlig überrumpelten Anwohner geben wird, ist noch nicht bekannt. Jedenfalls kündigt das Bezirksamt an, dass ein Clown die Kinder unterhalten wird. Auch Bezirksstadtrat Oliver Schworck (SPD) wird anwesend sein.

Anwohnerinnen und Anwohner werden dies begleiten und Informationen zu den seltsamen Verrenkungen des Bezirks rund um Gasometer und „Nordspitze“ anbieten. Zu erkennen sind wir leicht an den interessanten Hüten, die uns vor der Sonne schützen und Ihnen helfen, uns zu finden.
Illustration Flyer NordspitzeWir müssen bei dieser Gelegenheit darauf hinweisen, dass es sich bei der im Einladungsflyer verwendeten Grafik um eine fotorealistische Montage handelt, die mit der Wirklichkeit nichts zu tun hat. Die Darstellung ist in die Länge gestreckt (die Nordspitze ist in Natura wesentlich kürzer als auf dieser seltsamen Grafik), was in diesem Artikel von uns gut zu sehen ist. Außerdem ist der Gasometer auch nicht so ausgebaut und in Wirklichkeit viel schöner und höher.

Weitere Infos unter Stadtumbau-Berlin.