Gasometer 1980

Könnt Ihr Euch noch erinnern, wie es damals ausgesehen hat? Ein Freund1 lebte in den 80er Jahren in der Nähe und machte zwei schöne Aufnahmen vom Gasometer und den Altbauten der Leuthener Straße.

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  1. Fotos: Thomas Henschke 

TU-Campus EUREF – die üblichen Verdächtigen

Nicht so ganz der große Renner war die Informations- und Werbeveranstaltung von EUREF und TU auf dem Gelände am Gasometer am 19.07.2012. In der alten Schmiede tummelten sich vor allem die üblichen Verdächtigen, nämlich Projektentwickler Reinhard Müller und einige seiner ohnehin auf dem Gelände ansässigen Nutzer. Geworben wurde für die Masterstudiengänge der TU, welche zunächst im Sommersemester beginnen sollten, nun aber (ob wegen Bauverzögerungen oder mangels Interesse ist nicht bekannt) für das Wintersemester geplant sind.

Neben einer sehr hohen „Buzzwords-Dichte“ in den Verlautbarungen registrierten Beobachter eher unterdurchschnittliches Publikumsinteresse. Ob hier 10 Weiterlesen

LED Leuchtturmprojekt EOL

EOL – End Of Life sagt man bei Glühbirnen, LEDs und Politikern, wenn es vorbei ist mit der Leuchtkraft. Der Nightmare-Screen am Gasometer wurde im Herbst 2008 eingeweiht. Seit dem Jahreswechsel ist die Flimmerreklame außer Betrieb.

20-Feb-2011 21:46, Canon Canon EOS 450D, 5.6, 300.0mm, 1,3 sec, ISO 100
 
Schon zuvor kam es häufiger zu spektakulären Aussetzern wie auf unserer Aufnahme. Jetzt bauen Industriekletterer die aus Baustahlmatten bestehende Konstruktion ab. Und es wird wohl nie wieder flimmern.

Gefährlich: Abbau des LED-Screens

Mit maximalem Tamtam und Häppchenparty am Sachsendamm wurde  im September 2008 der „größte Night-Screen Europas“ offiziell eingeweiht. Da war schon bekannt, wie Weiterlesen

Leuchtturm 2012 im Dunkel

Abenddämmerung mit Gasometer und KranAuffallend dunkel ist es derzeit um den Gasometer. Hell ist nur die Baustelle für Haus 7 auf dem alten GASAG-Gelände erleuchtet. Das Jahr beginnt also mit markanten Akzenten. Während die Neubebauung offenbar Priorität genießt, ist von der Sanierung des rostenden Gasbehälters nichts zu sehen.

Auch die Sanierung und Neueinrichtung des alten Maschinen- und Kesselhauses von Alfred Messel, in dem ja im Sommer laut offiziellen Auskünften die TU Studiengänge abhalten will, scheint nur zögerlich zu erfolgen. Geheimnisvoll hatte es in Pressemeldungen des vergangenen Sommers ja geheißen:

„Finanziert durch externe Investoren, werden die 1.700 Quadratmeter Nutzfläche des denkmalgeschützten roten Backsteingebäudes in den nächsten Monaten für den Wissenschaftsbetrieb umgebaut und denkmalgeschützt saniert.“

Apropos Dunkelheit, die „Nightscreen“-Werbefläche am Gasometer leuchtet schon seit Weihnachten nicht mehr. Sie wurde abgeschaltet, als immer mehr Leuchtdioden ausfielen. Dass die defizitäre Anlage derzeit für entbehrlich gehalten wird, ist wohl bezeichnend. Schließlich wurden auch 2011 keine Gewinne erzielt. Hat das sinnlose „große Flimmern“ an einem Baudenkmal ein endgültiges Ende gefunden? Weiterlesen

Planungsstand: Eins, Zwei, Drei

Lageplan Gasometergelände

Ganz schnell gab es in der Bezirksverordnetenversammlung vom 22. Juni 2011 noch etwas zu erledigen, bevor die Wahlperiode ausläuft: Weil die Nibelungentreue von CDU und SPD zu Projektentwickler Reinhard Müller seit 2008 so gut funktioniert hat, wollte man ihm noch die Planreife für mehrere Bauanträge auf dem alten Gasag-Gelände gönnen, die wir auf der nebenstehenden Grafik (nach unserem Informationsstand) darstellen.

Neben Baufeld 7 ist es jetzt auch auf  den Baufeldern 8, 6 und 15 (Ost) erlaubt, ein Hochhaus zu errichten. Welche Nutzung hat der Grundstückseigentümer, der das Gelände einst als „Europäisches Energieforum“ inszenierte, in den Bauanträgen angegeben? Jeweils Bürogebäude mit Tiefgarage! Wer sich aber für die insgesamt rund 46.000 qm neuer Gewerbefläche interessieren sollte, ist nicht bekannt.

Klar ist hingegen, dass dem einfallsreichen Projektentwickler mangels notwendiger verkehrlicher Erschließung durch eine neue Straße von Süden weitere Neubauten vorerst nicht mehr genehmigt werden können. Die BVV hat ihm also auf Vorrat Baurechte bewilligt und damit allen bewiesen, dass das Konzept eines Energie­forums tatsächlich eine Luftnummer war.

 

Liebe Gasag, liebe Eisbären

Ankündigung Gasag: Siegesfeier Eisbären

Ankündigung Gasag: Siegesfeier Eisbären

… alle Anwohner des Gasometers, in dem eine rauschende Siegesfeier steigen soll, sind geradezu entzückt über die sportlichen Erfolge im Eishockey und darüber, dass es etwas zu feiern gibt. Gern nehmen wir Nachbarn dafür auch an einem Feiertag Lärm bis 23.00 Uhr (und hoffentlich nicht darüber hinaus) in Kauf.

  • Aber findet Ihr nicht auch, dass eine Siegesfeier für ein so großes Ereignis besser in einer richtigen Veranstaltungshalle untergebracht wäre?
  • Ist es nicht etwas sehr prollig, in einem Partyzelt inmitten eines leise vor sich hin rostenden Industriedenkmals zu feiern?
  • Wäre es nicht schön, wenn Gasag und Bären einen richtigen Ort zum Feiern hätten?
  • Zum Beispiel in einem nagelneu instand gesetzten Gasometer mit einer richtigen Veranstaltungshalle, die ein richtiges Dach, Schallschutz und ordentliche Toiletten hat?
  • Wäre es nicht wunderbar, wenn Gasag und Bären im nächsten Jahr richtig feiern könnten?

Dann müsstet Ihr aber den Eigentümer des Gasometers dazu bringen, den Gasometer zu entrosten und mit echtem Geld eine richtige Veranstaltungshalle zu bauen. Da gäbe es was zu feiern. Und Grund für die Anwohner und Nachbarn, sich richtig zu freuen.

Und Euref macht es auch nicht

Außenwerbung und Graffitis an der Torgauer Straße

Die „Betonköpfe“ in den Fraktionen von CDU und SPD glauben ganz fest an ihr kleines „Leuchttumprojekt“ am Gasometer und haben wie  zu erwarten in der Sitzung vom 16.03.2011 der BVV kurz vor Toresschluss gegen 21 Uhr für die vorzeitige Planreife auch ohne ausreichende Erschließung des Geländes gestimmt.

Der BV Seltz (SPD) kündigte nur einen Antrag der SPD zur Schließung der Torgauer Straße „aus Richtung“ Norden an. Gemeint ist damit vermutlich die Sperrung der Torgauer Straße von der Roten Insel her, also aus Richtung Osten. Weiterlesen

Bezirk mauert – vorzeitige Planreife und Hochhaus

Cheruskerpark von Norden (Foto: Emma P.)

Es sieht so aus, als seien die Vertreter von CDU und SPD in der BVV von allen guten Geistern verlassen: In der Sitzung des Stadtplanungsausschusses vom 09.03.2010 stimmten die Vertreter dieser Fraktionen mit jeweils einer Enthaltung für einen Antrag, der gleichzeitig die vorzeitige Planreife für ein Kerngebiet auf dem Gasometergelände feststellt und sich positiv zu einer Baugenehmigung für ein Hochhaus nördlich des Gasometers verhält, das dann den gerade neu hergestellten Cheruskerpark auf der Nordspitze gründlich verschattet. Damit liegen jedenfalls mehr als 400.000 EUR des Bezirks zukünftig im Schatten, wenn dieses Bauprojekt verwirklicht wird.

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Anwohnerversammlung – Negative Bilanz

Drei Jahre EUREF-Projekt am Gasometer: Keine Energie-Uni, keine Sanierung und Rost am Gasometer, Schwarzbau-Aktivitäten im Zusammenhang mit der Errichtung der „WM-Kuppel“, zweckfreie Leuchtwerbung am Gasometer für unabsehbare Zeit und Geldverschwendung des Bezirks. Die Vorteile bei diesem Projekt liegen bisher ganz eindeutig und einseitig beim Eigentümer des Grundstücks und seinen Firmen. Dies war die ernüchternde Bilanz auf unserer Veranstaltung vom 10.02.2011, die von etwa 50 Teilnehmern besucht war. In kurzen Referaten stellten wir dar, was alles schief läuft mit dem Leuchtturmprojekt am Schöneberger Gasometer und warum es Zeit wird, die Planung zu ändern. Während die Spitzenkandidatin Renate Künast der Berliner Grünen sich zeitgleich in der „WM-Kuppel“ vor den Gästen eines Immobilienforums produzierte, ging es bei uns um wenig erfreuliche Fakten:

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Wutbürger und Leuchtwurm – das Jahr 2010

Protest bei der Eröffnung der Nordspitze im JuliWutbürger ist das Wort des Jahres 2010. Wohl nichts hat das Jahr 2010 politisch so geprägt wie die Proteste steuerzahlender Wahlbürger gegen größenwahnsinnige Planungen politischer Zirkel in Stuttgart. Doch „Stuttgart 21“ spielte sich auch am Gasometer ab, wo sinnfreie Bauplanung, Gefasel vom „Leuchtturmprojekt“ und mühsam kaschierte Denkmalverschandelung genügend Stoff für unsere Bürgerinitiative und viele interessante Aktionen und Artikel boten.

Krömers Traum

Es begann ganz harmlos und nett mit unserem Filmabend am 14.01.2010. Wir zeigten „Henners Traum“ einen ebenso leisen wie entlarvenden Dokumentarfilm des hessischen Filmemachers Klaus Stern über die vollständig sinnlosen Aktivitäten eines hessischen Gemeindebürgermeisters, um das größte Tourismusprojekt Europas in eine landschaftlich reizvolles aber leider sehr regenreiches Naturschutzgebiet zu holen.

„.. das wird ein Leuchtturmprojekt! 5 Luxushotels, 5 Sterne, 5 Golfplätze“

Ähnliche Sprüche sollte man in diesem Jahr auch am Gasometer noch häufiger hören.

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