TU-Campus EUREF – die üblichen Verdächtigen

Nicht so ganz der große Renner war die Informations- und Werbeveranstaltung von EUREF und TU auf dem Gelände am Gasometer am 19.07.2012. In der alten Schmiede tummelten sich vor allem die üblichen Verdächtigen, nämlich Projektentwickler Reinhard Müller und einige seiner ohnehin auf dem Gelände ansässigen Nutzer. Geworben wurde für die Masterstudiengänge der TU, welche zunächst im Sommersemester beginnen sollten, nun aber (ob wegen Bauverzögerungen oder mangels Interesse ist nicht bekannt) für das Wintersemester geplant sind.

Neben einer sehr hohen „Buzzwords-Dichte“ in den Verlautbarungen registrierten Beobachter eher unterdurchschnittliches Publikumsinteresse. Ob hier 10 Weiterlesen

Fahrradwege prallen auf Tulpenschilder

Eingang Cheruskerpark mit "Tulpe"

Einen seltsamen Verlauf nahm die Veranstaltung des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg mit dem Thema „Bürgerinformation Grünzug Südkreuz und Querung Wannseebahngraben“ am 19.04.2012. Einfache Hinweise der etwa 100 anwesenden AnwohnerInnen auf Planungslücken des Bezirksamts sorgten für fachliche Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Bezirksamts und zeigten vielfach bessere Detaillösungen auf.

Nachbesserung versprachen die MitarbeiterInnen des Bezirksamts beim Fahrradverkehr über den als „Saager-Steig“ bekannten Weg von der Roten Insel Richtung Ebersstraße und bei den Details der Parkgestaltung. Und das Cheruskerdreieck bekommt vielleicht sogar eine Rodelbahn. Nur an Julius Leber will niemand so richtig erinnert werden.

Die Einladung zur Veranstaltung war in 8000 Exemplaren gedruckt worden. Eine solche Menge reicht nach unseren eigenen Erfahrungen, um jeden Haushalt auf der Roten Insel und in der Ebersstraße mit je einem Flyer zu versorgen. Allerdings waren die Verteiler des Bezirksamts scheinbar nicht über die Leuthener Straße hinaus gekommen. Weite Teile unserer Nachbarschaft, die von zuständigen Fachbeamtin Frau Hoffmann als „Gebietskulisse“ bezeichnet wurde, hatten jedenfalls keine Einladung erhalten.

Trotzdem waren etwa 100 AnwohnerInnen erschienen. Sie bekamen einen Abriss der Planung des Grünzuges entlang der Torgauer Straße und im südlichen Teil des Cheruskerparks (das so genannte „Cheruskerdreieck“). Hier soll vor allem der etwa 20 Weiterlesen

Gelindes Chaos beim Stadtumbau

Überfüllung Teil I

Mit etwa 250 interessierten Zuhörerinnen war die Informationsveranstaltung des Bezirksamts am 26.01.2012 sehr gut besucht. Die breit gestreute Einladung hatte Wirkung gezeigt. Chaotisch wirkte dagegen der Ablauf: Zunächst musste der zu kleine „Kennedy-Saal“ im Rathaus Schöneberg wegen Überfüllung geschlossen werden. Die Versammlung wurde dann (mit Stühletragen) in den benachbarten „Willy-Brandt“ Saal verlegt, wo die Referenten ohne Verstärkung nur schwer zu verstehen waren.

Überfüllung II

Inhaltlich gab es wenig Neues: An den Yorckbrücken werden zwei statt geplant einer Brücke restauriert. Die Fahrradverbindung am Südkreuz bleibt symbolisch und schwierig. Die Verbindung vom Leuthener Platz nach Tempelhof kommt vielleicht noch in diesem Jahr. Der Stadtraum unter den Yorckbrücken hat nur eine geringe Aufenthaltsqualität. Immerhin wird es demnächst möglich sein, die Yorckstraße vom Gleisdreieck aus Richtung Süden ohne Lebensgefahr und Ampel über Eine Brücke zu überqueren. In diesem Jahr werden rund 2,6 Millionen EUR Fördermittel erwartet.

Mittelfrage: Die Fördermittel

Aufgrund der widrigen äußeren Umstände, aber auch durch völlig fehlende Struktur gelang es dem Bezirksamt nicht, die Fülle der Informationen sinnvoll zu strukturieren. Was ist fertig, was noch zu erwarten – wie hängt das zusammen und in welchen Bereichen werden die Anwohnerinnen überhaupt noch beteiligt? Wer Antworten auf diese Fragen suchte, war auf der falschen Veranstaltung. Offensichtlich war jedoch: Es gibt viel Geld aus Fördertöpfen zu verbauen und das Bezirksamt braucht regelmäßige Veranstaltungen, um den Bedingungen des Fördergebers zu genügen.

Lesung: Korrupt!?

Titel: Korrupt?Korrupt?
Lesung und Diskussion Donnerstag, 20.10.2011
um 20.00 Uhr

Spenersaal Leberstraße 7, 10829 Berlin (Erdgeschoss)
Der Eintritt ist frei.

Der investigative Journalist und Autor Mathew D. Rose – bekannt durch mehrere Veröffentlichungen über den Berliner Filz – liest aus seinem jüngst erschienenen Buch unter anderem über „Das erste Private-Energie-Universitäts-Partyzelt der Hauptstadt am Gasometer“

Über den Autor

Mathew D. Rose, geb. 1954 in New York, ist studierter Historiker und arbeitet seit vielen Jahren als investigativer Journalist in Deutschland. Mitte der 1990er Jahre hat er sich durch die Aufdeckung von Korruption und Vetternwirtschaft in Berlin, den „Berliner Filz“, einen Namen gemacht. Weiterlesen

140 Jahre Gaswerk Schöneberg

Am Wasserbassin des Gasometers IV, um 1913

Am Wasserbassin des Gasometers IV, um 1913

Zum Tag des offenen Denkmals lädt die BI Gasometer am Samstag (10.9.) und Sonntag (11.9.) um 12, 14 und 16 Uhr wie im letzten Jahr zu Führungen ein. Wir starten im nördlichen Cheruskerpark (Eingang ist in der Cherusker-/Ecke Roßbachstraße) und führen durch das Parkgelände am früheren Gaswerk entlang bis zur Torgauer Straße. Das Grundstück und der Gasometer werden für Besucher am Wochenende geschlossen sein.

Unterwegs wollen wir von der Gründung des Gaswerks vor 140 Jahren bis hin zu den aktuellen Entwicklungen auf dem Gelände berichten. Alle sieben denkmalgeschützten Bauwerke werden bei der Führung Thema sein. Einen Schwerpunkt erhält natürlich das Wahrzeichen Schönebergs, der 78 m hohe Gasometer. Weiterlesen

Anwohnerversammlung – Negative Bilanz

Drei Jahre EUREF-Projekt am Gasometer: Keine Energie-Uni, keine Sanierung und Rost am Gasometer, Schwarzbau-Aktivitäten im Zusammenhang mit der Errichtung der „WM-Kuppel“, zweckfreie Leuchtwerbung am Gasometer für unabsehbare Zeit und Geldverschwendung des Bezirks. Die Vorteile bei diesem Projekt liegen bisher ganz eindeutig und einseitig beim Eigentümer des Grundstücks und seinen Firmen. Dies war die ernüchternde Bilanz auf unserer Veranstaltung vom 10.02.2011, die von etwa 50 Teilnehmern besucht war. In kurzen Referaten stellten wir dar, was alles schief läuft mit dem Leuchtturmprojekt am Schöneberger Gasometer und warum es Zeit wird, die Planung zu ändern. Während die Spitzenkandidatin Renate Künast der Berliner Grünen sich zeitgleich in der „WM-Kuppel“ vor den Gästen eines Immobilienforums produzierte, ging es bei uns um wenig erfreuliche Fakten:

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Veranstaltung: Gasometer ohne Plan!

Modell aus dem Jahr 2008

Gasometer ohne Plan ! – Drei Jahre Planung am Gasometer: Wir ziehen Bilanz

Schon im Jahr 2008 erschien die Ansammlung von Gebäuden im und am Schöneberger Gasometer (nebenstehend Foto eines Modells) in Wirklichkeit weniger hell als in der Planung.

Zeit für einen Informationsabend mit Diskussion zu den Hauptthemen des Gasometer-Geländes zu dem wir Sie herzlich einladen.

Die Themen sind

  1. Euref-Uni – Partys statt Forschung und Lehre
  2. Denkmal Gasometer – Sanierung oder Zerstörung?
  3. Leuchtreklame – Werbung, die keiner will!
  4. Park an der Nordspitze – Belastete Grünfläche
  5. Bebauungsplan 7-29 – Irrungen und Wirrungen

Nach drei Jahren kritischer Begleitung der Planungen zeigt die BI Gasometer Fakten und Fehler des B-Plan-Verfahrens. Es ist Zeit zum Umdenken, denn das „Leuchtturmprojekt“ auf dem Gasometer-Gelände ist nach unserem Eindruck gescheitert.

Diskutieren Sie mit uns: Was kann und soll die Bezirksverordnetenversammlung nun tun? Gibt es Alternativen am Schöneberger Gasometer?

  • Ort: „HaiWays“, Gustav-Müller-Platz 4, Eingang Naumannstraße
  • Zeit: Donnerstag, 10.2.2011, 19.30 Uhr

Den Flyer für die Einladung finden Sie hier:

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Werkstattgespräch Grünverbindung: Probleme mit Grün und Wegen

Auf dem 3. Werkstattgespräch des Bezirksamts am 23.09.2010 zur Grünverbindung zwischen Gleisdreieck und Naturpark Südgelände ging es um den sehr unübersichtlichen Bereich entlang der Dresdner Bahn, nämlich zwischen Yorckbrücken und Monumentenbrücke entlang der Bautzener Straße und weiter hinunter bis zum Bahnhof Südkreuz. Heftige Proteste betroffener Anwohner, ein planloser Beitrag des für die Grünplanung zuständigen Bezirksstadtrats Schworck (SPD) und engagierte Beiträge von Naturschützern und Landschaftsplanern sorgten für echte Werkstattatmosphäre.

Im Gegensatz um 1. Werkstattgespräch im Frühjahr wurde diesmal den Beiträgen des Publikums etwas breiterer Raum eingeräumt. Auch sorgte eine professionelle Moderation der Veranstaltung für mehr Übersicht und eine ausgewogenere Darstellung der Meinungen.

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Führungen zum Denkmaltag

Führung-01Die Führungen der BI „Rund um den Gasometer“ zum Tag des offenen Denkmals am 11. und 12.09.2010 waren eine runde Sache:

Fachkundig geführt von zwei Fachfrauen der BI-Gasometer informierten sich mehr als 200 Teilnehmer über die Geschichte des Schöneberger Gasometers („Gasometer IV“) und der benachbarten Roten Insel.

Von den Anfängen der Gaserzeugung über die industrielle Gasproduktion bis zur Demontage des Gasometers 1996. Und auch darüber, welche Verunstaltungen und willkürlichen Veränderungen der Gasometer seitdem über sich ergehen lassen musste.

Das überwiegend fachkundige Publikum erwähnte mehrfach, dass es leider auf dem Gasometer-Gelände selbst keine denkmalbezogenen Informationen, sondern nur Propaganda gäbe.

Das ist ja eine richtige Führung, nicht nur so ein Zukunftsgerede – toll!

meinte eine ältere Dame, nachdem sie ausgiebig beide Angebote getestet hatte.

Und am Info-Stand der BI herrschte ebenso reges Treiben wie am Stand der Berliner Geschichtswerkstatt, wo es auch ein mehr als 20 Jahre altes wunderschönes Plakat zu sehen gab.

 

Führungen „Schöneberger Gasometer und Rote Insel“

Zum Tag des offenen Denkmals lädt die BI Gasometer am Samstag (11.9.) und Sonntag (12.9.) um 12, 14 und 16 Uhr zu Führungen ein. Wir starten im nördlichen Cheruskerpark (Eingang ist in der Cherusker-/Ecke Roßbachstraße) und führen durch das Parkgelände am früheren Gaswerkgrundstück entlang, also „rund um den Gasometer“.

Der alte Gasbehälter, der das Schöneberger Stadtbild seit 100 Jahren prägt, soll im Mittelpunkt stehen. Aber auch „drumherum“ gibt es viele interessante Themen. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig, und die Führungen sind kostenlos.

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