Cheruskerpark Nord bleibt übersichtlich

Vor etwa einem Jahr am 03.07.2010 eröffnete der für Bürgerdienste, Ordnungsaufgaben, Natur und Umwelt zuständige Stadtrat Oliver Schworck (SPD) die neue Grünfläche auf der Nordspitze und den mit erheblichen Mitteln von Grün, Bäumen und Büschen weitgehend befreiten Teil des nördlichen Cheruskerparks.

Wie kurz darauf am Lassenpark war es zuvor zu heftigen Protesten der Anwohner gekommen, weil der Stadtrat dort wie hier ohne Kommunikation mit den Anwohnern zahlreiche Bäume und Büsche gerodet, viel Tiefbau beauftragt und seine höchstpersönlichen Vorstellungen von einer übersichtlichen Parkanlage durchgesetzt hatte. Continue reading

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Schwarz fährt elektrisch

Munter betreibt CDU-Baustadtrat Bernd Krömer Wahlkampf mit angeblich grünen Elektroautos. Wir zitieren aus einer Pressemitteilung des BA Tempelhof-Schöneberg:

Am morgigen Mittwoch startet der Baustadtrat Bernd Krömer in die elektro-mobile Zukunft. Vor dem Rathaus Schöneberg wird Herr Krömer ein Elektromobil übernehmen und für eine Woche im Berliner Straßenverkehr Probe fahren. Das Fahrzeug wird vom Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) zur Verfügung gestellt.

Zwar kommt bei Schwarz der Strom immer noch aus der Steckdose und ist nicht unbedingt grün, weil man seine Erzeugung nicht mehr riechen oder in Form von Atommüll erleben kann. Auch kann Krömer zu Recht feststellen:

„Weltweit sind Metropolen die Vorreiter in der Elektromobilität“, so Bernd Krömer weiter, „Berlin hat auf diese Entwicklungen viel zu spät reagiert.

Richtig. Das haben wir in unserem Artikel Delmenhorst ist weiter auch schon bemerkt – im März 2010. Und wünschen unfallfreie Fahrt bis zum nächsten Wahlsonntag.

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Höchstmögliches Verwertungsinteresse

Torgauer Straße mit Werbung

Torgauer Straße mit Werbung EUREF

Unter dem fantasy-Namen „Euref” (Europäisches Energieforum”) will sich der Berliner Immobilien-Mann Reinhard Müller in Schöneberg höchstmögliches Baurecht verschaffen. Vor vier Jahren hat er dazu von der GASAG Teile des Gasometer-Geländes gekauft. Das kleine Areal an der Torgauer Straße soll Kerngebiet und mit zehn neuen Hochhäusern zugebaut werden. Sogar der denkmalgeschützte Gasbehälter wird mit einem 57 Meter hohen Innenausbau bedroht.

Das Landesdenkmalamt war dagegen, sah aber von seinen „erheblichen denkmalpflegerischen Bedenken“ ab, um „die Verwertungsinteressen des potenziellen Investors an einer höchstmöglichen Ausnutzung des Grundstückes“ nicht zu gefährden.

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Lack ab, Rost ab?

Der Lack ist größtenteils ab, darunter schaut schon lange der Rost hervor. So kennen wir den Gasometer schon seit ungefähr zwei Jahrzehnten. Soll er dauerhaft erhalten bleiben, muss er gründlich saniert werden. Das sieht jeder, und fast jeder im Bezirk hofft darauf.

Musterabschnitt am 5.5.11

Musterabschnitt am 5.5.11

Ist jetzt etwa aus der Hoffnung Gewissheit geworden? Am 5. Mai war großer Presseauftrieb am Gasometer. Den Medienvertretern wurde verkündet, jetzt gehe es los mit der Sanierung. Anschaulich war ein Musterstück vorbereitet. Stadtrat Krömer hantierte fotogen mit einem Lasergerät, mit dem das Industriedenkmal entrostet werden soll. Die Abendschau des rbb filmte die Szene und meldete, die Sanierung koste 3,8 Millionen Euro und werde vier Jahre dauern.

Über die Vorgeschichte jedoch mochte keiner der Medienvertreter berichten, geschweige denn, dass die Sanierung schon längst überfällig ist. Mal abgesehen von den vollmundigen Versprechungen des Jahres 2007, man wolle noch im selben Jahr die Instandsetzung beginnen: Continue reading

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Jauch auch

Wenig denkmalgerecht: Rote Tür, Tigergeländer, verschlossenes Loch

Günther Jauch will ab September 2011 in der so genannten “WM-Kuppel” im Schöneberger Gasometer eine Talk-Show produzieren. Wie die Berliner Zeitung meldet, soll von Sonnabend bis Montag die Fernsehproduktion diesen temporären Bau füllen, der ansonsten laut Berliner Zeitung für 7.500 EUR täglich vermietet wird.

Ein recht seltsamer Terminplan, da angeblich in Kürze der “offizielle Beginn” der Instandsetzungsarbeiten am rostenden Führungsgerüst des Gasometers sein soll. Und die dafür mit großer Sicherheit notwendigen Sandstrahl- und Lackierarbeiten während der Arbeitswoche würden mit der Nutzung durch die Fernsehproduktion noch nicht einmal kollidieren.

Eine Anwohnerin und langjährige Aktive unserer Initiative kommentierte das mit den Worten:

Veranstaltungen und solche Produktionen sind ja keine abwegige Nutzung für den alten Gasometer. Wenn der Denkmalkönig doch nur endlich den Gasometer vom Rost befreien und für eine richtige und denkmalgerechte Veranstaltungshalle in dem großen Rondell sorgen würde – mit Schallschutz, ordentlichen Fluchtwegen und ohne rote Türen.

Allerdings hat Herr Müller auch hier ein altes Problem: Mit dem Thema “Energie-Forum” hat das alles nichts zu tun. Vielleicht Zeit für einen Themenwechsel und ein anderes Nutzungskonzept.

Zeit für einen Themenwechsel am Gasometer also.

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Liebe Gasag, liebe Eisbären

Ankündigung Gasag: Siegesfeier Eisbären

Ankündigung Gasag: Siegesfeier Eisbären

… alle Anwohner des Gasometers, in dem eine rauschende Siegesfeier steigen soll, sind geradezu entzückt über die sportlichen Erfolge im Eishockey und darüber, dass es etwas zu feiern gibt. Gern nehmen wir Nachbarn dafür auch an einem Feiertag Lärm bis 23.00 Uhr (und hoffentlich nicht darüber hinaus) in Kauf.

  • Aber findet Ihr nicht auch, dass eine Siegesfeier für ein so großes Ereignis besser in einer richtigen Veranstaltungshalle untergebracht wäre?
  • Ist es nicht etwas sehr prollig, in einem Partyzelt inmitten eines leise vor sich hin rostenden Industriedenkmals zu feiern?
  • Wäre es nicht schön, wenn Gasag und Bären einen richtigen Ort zum Feiern hätten?
  • Zum Beispiel in einem nagelneu instand gesetzten Gasometer mit einer richtigen Veranstaltungshalle, die ein richtiges Dach, Schallschutz und ordentliche Toiletten hat?
  • Wäre es nicht wunderbar, wenn Gasag und Bären im nächsten Jahr richtig feiern könnten?

Dann müsstet Ihr aber den Eigentümer des Gasometers dazu bringen, den Gasometer zu entrosten und mit echtem Geld eine richtige Veranstaltungshalle zu bauen. Da gäbe es was zu feiern. Und Grund für die Anwohner und Nachbarn, sich richtig zu freuen.

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Denkmalpflege durch Verhüllung

Schleusenhaus mit Baum (verhüllt)

Was Sie hier sehen, ist keine EUREF-Litfasssäule, sondern ein Denkmal. Das so genannte Schleusenhaus steht zusammen mit dem Schöneberger Gasometer auf der Denkmalliste und ist daher nach dem Denkmalschutzgesetz Berlin geschützt. Es darf nach § 11 des Gesetzes nicht ohne Genehmigung der zuständigen Behörde in seinem Erscheinungsbild verändert, werden.1

Die Veränderung an diesem Denkmal ist offensichtlich. Besser gesagt, das Denkmal ist verhüllt, und zwar fast vollständig bis auf das Dach. Eine umfassendere Verschandelung eines Denkmals ließe sich wohl nur durch einen kompletten Abriss erreichen. In jedem Fall ist eine solche Veränderung genehmigungspflichtig.

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  1. § 11 Abs. 1 Nr. 1 DenkmalschG Berlin []
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Und Euref macht es auch nicht

Außenwerbung und Graffitis an der Torgauer Straße

Die “Betonköpfe” in den Fraktionen von CDU und SPD glauben ganz fest an ihr kleines “Leuchttumprojekt” am Gasometer und haben wie  zu erwarten in der Sitzung vom 16.03.2011 der BVV kurz vor Toresschluss gegen 21 Uhr für die vorzeitige Planreife auch ohne ausreichende Erschließung des Geländes gestimmt.

Der BV Seltz (SPD) kündigte nur einen Antrag der SPD zur Schließung der Torgauer Straße “aus Richtung” Norden an. Gemeint ist damit vermutlich die Sperrung der Torgauer Straße von der Roten Insel her, also aus Richtung Osten. Continue reading

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Das Torgauer Problem

Ansicht Torgauer Straße von der Dominicusstraße

Ansicht Torgauer Straße von der Dominicusstraße

Jeder Schöneberger rund um den Gasometer weiß, in welch grauenhaftem Zustand die Torgauer Straße von der Cheruskerstraße bis zur Dominicusstraße ist. Und auf unserem Bild ist die Straße noch nicht einmal zugeparkt und mit Auto-Transportern zugestellt. Diese Straße soll ein Kerngebiet und ein neues Bürohochhaus mit mehr als 40.000 m² Bürofläche versorgen? Wohl kaum.

Wie wir in unserer Stellungnahme von heute zu diesem Thema beschreiben, wurde hier nicht nur gepfuscht, indem der aktuelle Zustand der Torgauer Straße in den Verkehrsgutachten des Bezirksamts überhaupt nicht erwähnt wurde. Es wurde auch vernachlässigt, dass die Torgauer Straße nicht zur Aufnahme großer Verkehrsmengen geeignet ist. Offenbar hat das um Eile bemühte Bezirksamt noch nicht einmal das Tiefbauamt eingeschaltet oder um eine Stellungnahme gebeten. In unserer Stellungnahme heißt es:

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Petition: Keine vorzeitige Planreife für 7-29!

Beteiligen Sie sich an unserer Petition gegen die Beschlussvorlage vorzeitige Planreife “Kerngebiet” und ein Hochhaus am Gasometer. Wenn sich gewählte Bezirksvertreter bewusst über die Interessen des Bezirks und der Anwohner hinweg setzen, können Sie wenigstens durch ihre per Email bestätigte Unterschrift zeigen, dass Sie sich gegen eine derartige “Hau-Ruck-Planung” wenden.

Machen Sie mit! Selbstverständlich wird Ihre Emailadresse nicht veröffentlicht.

 

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