Weihnachten am Gasometer

439px-Hans_Baluschek_Tiefer_SchneeBevor die Kerzen an den Weihnachtsbäumen angehen, manche nach Thailand oder anderswo flüchten und die Geschäfte wieder (wie es wohl besser sein sollte-) am Sonntag geschlossen haben treffen wir uns noch einmal ohne besondere Tagesordnung. In unserem neuen Treffpunkt in der

Tagepflege Cheruskerstr. 28 (das weiße Haus)

am 17.12.2009 um 20.00 Uhr

zu einer kleinen Weihnachtsfeier. Wie immer darf jede(r) mitmachen und Plätzchen, Punsch oder was auch immer mitbringen. Eine gute Gelegenheit für einen kleinen Rückblick und einen großen Ausblick.  Und im neuen Jahr starten wir gleich mit einem „Kracher“:

Am Donnerstag, 14.01.2010 um 19.00 Uhr zeigen wir bei den Haiways (Gustav-Müller-Platz 4, 10829 Berlin) den Film Henners Traum des hessischen Filmemachers Klaus Stern. Ein ebenso stiller wie entlarvender Film über die großen Träume eines hessischen Bürgermeisters (Das größte Tourismusprojekt Europas). Hessen ist nicht so weit weg von Schöneberg – Träume und Schäume sind in meinen Augen fast identisch. Im Anschluss an die Filmvorführung laden wir zu einer kleinen Diskussion bei Speis und Trank ein. Auch hier gilt: Interessierte sind herzlich eingeladen!

Schöneberger Galerierundgang am 14.11.2009

Grafik-02Am Samstag, dem 14.11.2009 öffnen 25 Schöneberger Galerien und Ateliers ihre Türen, und gewähren Einblick. Fertige Kunstwerke sind ebenso zu begucken wie Arbeiten im Fortschritt.

Eine schöne Route für einen kleinen Spaziergang zwischen Langenscheidt-, Hohenfriedberg- und Crellestraße.

Den vollständigen Flyer mit allen Adressen und einer Karte gibt es hier zum Download.

Und Bilder von Gülden Artun kann man auch unter www.artun.de anschauen. Viel Spaß!

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Volker Wartmann: Ausstellung „100 Jahre Gasometer“

Der Reisejournalist (und mutmaßliche Schöneberger) Volker Wartmann hat mit seiner Polaroid Kamera den Gasometer umschlichen und 100 mal fotografiert. Unter dem Titel

100 Jahre Gasometer – Eine Huldigung des Schöneberger Wahrzeichens mit 100 Polaroid-Sofortbild-Fotografien aus 100 verschiedenen Perspektiven

stellt er seine Bilder in der

Termin: Donnerstag, 12.11.2009, 20 Uhr (Vernissage)

Dauer: 13.11. bis 06.12.2009, täglich ab 21 Uhr

Ort: JansenBar, Gotenstraße 71, 10829 Berlin-Schöneberg

aus. Der Eintritt ist frei. Einen schönen Bericht über die Ausstellung gibt es beim Tagesspiegel.

Befremden tut mich allerdings die Ankündigung des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg, das im Rahmen der dezentralen Kulturarbeit dieses Projekt unterstützt und ankündigt. Dort heißt es:

Sowohl der Gasometer als auch das Medium Polaroid-Sofortbild-Fotografien sind Symbole einer Epoche, die mittlerweile Vergangenheit ist. Der Gasometer ist seit Mitte der 90er Jahre nicht mehr in Betrieb und in absehbarer Zukunft wird dieses Industriedenkmal von innen zugebaut werden. Auch die Zeit der Polaroid-Sofortbild-Fotografie ist vorbei.

Sie spielt im Zeitalter digitaler Techniken keine Rolle mehr. Im vergangenen Jahr wurde die Produktion von Polaroid-Sofortbild-Filmen endgültig eingestellt.

Bisher ist jedenfalls mir nichts davon bekannt, dass der Gasometer „in absehbarer Zeit von innen zugebaut“ wird. Diese Aussage dürfte etwa ebenso belastbar sein wie die Ankündigung des Projektentwicklers Müller im Mai 2007, er werde „noch in diesem Jahr mit der Sanierung des Gasometers beginnen“. Tatsache ist -wie die Bewohner der Roten Insel wissen- nur, dass das Bezirksamt in einem einmaligen Akt von planerischer Blindheit mit dem berüchtigten B-Plan 7-29 eine ausufernde Bebauung und Verschandelung des Gasometergeländes sanktioniert hat. Der B-Plan ist jedoch nicht bestandskräftig und wird dies hoffentlich auch niemals werden.

So sind Polaroid und Gasbehälter zwar Symbole nicht mehr benötigter industrieller Techniken. Jedoch sollte dem Industriedenkmal Gasometer ein wesentlich längeres unversehrtes Leben beschieden sein als dem Polaroid-Film. Zumal über das Schicksal des Gasometers nicht ein Industriekonzern zu entscheiden hat.

Vorbereitung Straßenfest

„Kiezkultur gegen Kerngebiet“ – das ist der vorläufige Arbeitstitel für ein Straßenfest, das wir am Samstag, dem 09.05.2009 in der Cheruskerstraße vorbereiten.

Geplant sind Musik, Stände, vielleicht auch eine Umweltrally und einige nette Sachen für die vielen Kinder im Kiez.

Zur Vorbereitung treffen wir uns außer der Reihe, nämlich am Donnerstag, dem 26.02.09 um 20.00 Uhr in der Harmonie. Das nächste reguläre Treffen ist dann am Donnerstag, dem 5. März – bis dahin

Kinder sehen den Gasometer und die rote Insel

Es ist faszinierend: Kindermund tut Wahrheit kund. Einige Kinder aus der Umgebung haben auf Kinderstraße sehr genau und emotional beschrieben, warum es ihnen im Cheruskerpark, der Cheruskerstraße und auf den vier Spielplätzen der unmittelbaren Umgebung so gut gefällt. Kein Wunder: Es gibt in unmittelbarer Umgebung und Sichtweite des Gasometers nicht nur vier Spielplätze, sondern gefühlte 15 Kinderläden und mehr als 200 Kinder. Am besten beschreibt das

Fabian (10 Jahre):

Meine Straße ist eine schöne, ruhige Nebenstraße. Die Straße heißt Cheruskerstraße und ich wohne in Nr. 33. Sie wurde nach einem Volk benannt. Die Gasag ist direkt neben meinem Haus. Es gibt viele Bäume und eine sehr große Wiese, direkt an der Gasag (Gasturm). Außerdem gibt es einen sehr schönen, besonders großen Park, er nennt sich Cheruskerpark. Die Straßen sind sauber und gepflegt. Sie hat auch viele Besonderheiten, zum Beispiel vier Spielplätze, einen Kiosk, einen Park und den Gasturm. Aktuelle Besonderheiten gibt es nicht. Man wohnt in schönen, ruhigen Altbauten. Ich wohne gerne hier.