Liebe Gasag, liebe Eisbären

Ankündigung Gasag: Siegesfeier Eisbären

Ankündigung Gasag: Siegesfeier Eisbären

… alle Anwohner des Gasometers, in dem eine rauschende Siegesfeier steigen soll, sind geradezu entzückt über die sportlichen Erfolge im Eishockey und darüber, dass es etwas zu feiern gibt. Gern nehmen wir Nachbarn dafür auch an einem Feiertag Lärm bis 23.00 Uhr (und hoffentlich nicht darüber hinaus) in Kauf.

  • Aber findet Ihr nicht auch, dass eine Siegesfeier für ein so großes Ereignis besser in einer richtigen Veranstaltungshalle untergebracht wäre?
  • Ist es nicht etwas sehr prollig, in einem Partyzelt inmitten eines leise vor sich hin rostenden Industriedenkmals zu feiern?
  • Wäre es nicht schön, wenn Gasag und Bären einen richtigen Ort zum Feiern hätten?
  • Zum Beispiel in einem nagelneu instand gesetzten Gasometer mit einer richtigen Veranstaltungshalle, die ein richtiges Dach, Schallschutz und ordentliche Toiletten hat?
  • Wäre es nicht wunderbar, wenn Gasag und Bären im nächsten Jahr richtig feiern könnten?

Dann müsstet Ihr aber den Eigentümer des Gasometers dazu bringen, den Gasometer zu entrosten und mit echtem Geld eine richtige Veranstaltungshalle zu bauen. Da gäbe es was zu feiern. Und Grund für die Anwohner und Nachbarn, sich richtig zu freuen.

Prozesshanselei: Loch oder Spalt?

Fotomontage: Riss am Gasometer

Fotomontage: Riss am Gasometer

Es gibt Menschen, die in einem Riss oder Spalt lieber ein Loch sehen. Und dann vor den Kadi ziehen. So geschehen bezüglich unserer Berichterstattung über den Riss am Gasometer im Frühjahr 2010, wo wir über ein offenes Zerwürfnis zwischen Projektentwickler Reinhard Müller und dem Bezirksamt berichtet hatten. Der Artikel war mit einer Fotomontage illustriert, auf der das Rathaus Schöneberg durch einen riesigen Riss/Spalt im Gasometer in dessen Inneres guckt. Mit Dekoration durch Grünpflanzen.

Dies führte zu einem einstweiligen Verfügungs- und anschließenden Gerichtsverfahren, mit dem Müller dem Verfasser des Berichts untersagen will, den Eindruck zu erwecken, auf dem Bild würden die im Bericht genannten Löcher gezeigt. So absurd, wie einem dieses Ansinnen erscheinen mag, ist das nicht – über derartige Fragen wird im Presserecht gern und ausdauernd gestritten.

Weiterlesen

Presse nicht dabei

Wenigstens hat die Morgenpost darüber berichtet. Der Tagesspiegel „verheimlicht“ es ja eher.

Ich habe dort zumindest noch nichts über das Thema gelesen und als unmittelbarer Anwohner zum ersten Mal durch die Morgenpost von den Planungen erfahren.

Das Vorhaben muss in jedem Falle verhindert werden!